Life in twilight
Schularbeiten

Klausur 12/1 Nr.1

Interpretation einer Kurzgeschichte oder Parabel

Wir hatte die Auswahl zwischen Max Frisch "Skizze eines Unglücks" und Franz Kafka "Die Prüfung".

Mir hatte der Text von Max Frisch eher zu gesagt.

Skizze eines Glücks

In der Nacht stoßweise Wind. Kein Regenrauschen, aber es tönt so. Eine Jalousie, kaputt, schlägt Alarm. Rauschenin den trocknen Räumen.
Er ist wach. Kein Grund das Bett zu verlassen. Die Fensterscheiben halten stand. Um zwei Gartensessel, die ohnehon kaputt sind, ist es nicht schade. Kein Wetterleuchten, nur Stöße vom Wind, wahrscheinlich ist es sternenklar über dem Meer. Was kann schon geschehen?
Keine Lampe, die baumelt, kein Erdbeben. Später fällt das elektrische Licht aus. Die Vorstellung, dass die Insel am nächsten Morgenüberschwemmt sei, das Haus allein auf dem Hügel mit den Oliven. Später sitzt er barfuß im Wohnzimmer, wo er nochmals einschläft, allein im Haus, das standhält. Der Morgen ist blau und gewöhnlich. Ein Sonnenschirm ist gekippt und gebrochen, die Insel nicht überschwemmt. Er erinnert sich, was er in der nacht alles gedacht hat. Da und dort Äste auf der trocknen Erde. Er frühstückt im Pyjama - wer die Jalousie reparieren könnte? Später sammelt er die Äste auf- barfuß. Das Telefon ist auch ausgefallen, aber das entdeckt er erst jetzt. Später kommt die Postr, die zeigt, dass alles weiter geht. Boden unter den Füßen. Es kommt ihm vor, als gebe es dringlicheres. Die Idee, das Haus zu verkaufen. Er weiß nicht, womit er es zu tun hat. Alles ohne Zusammenhang: die Frau, die auf seinen Anruf wartet, der Sonnenschirm, die Briefe, der blaue und gewöhnliche Tag, seine Schuhe, die er anziehen sollte. Gegen Mittag geht er barfuß zum Strand. Erinnerung an den Wind in der Nacht und an die Allee in Montpellier, die Kreide auf dem Asphalt, die Touristen, das Dorf, kein Grund zum Schrecken. So geht er schwimmen. Kein Boden unter den Füßen, der wolkenlose Himmel über dem Meer. Einmal möchte er es wissen. Er schwimmt hinaus, solange die Kräfte reichen, und sie reichen so weit, bis man kein Land mehr sieht.

 

Meine Interpretation dazu:

 

20.11.06 17:11






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